Kürzlich musste ich die traurigste Nachricht dieses Jahres erfahren. Ein guter Freunde teilte mir mit, dass die deutsche Satire um einen ihrer hellsten Sterne beraubt wurde.
Ich würde sogar noch wagen, mich weiter aus dem Fenster in die tränendurchschwemmte Nacht hinein lehnen und sage:
DIE DEUTSCHE SATIRE IST TOT!
Ja, tot - ihr habt richtig gelesen.
Der sagenumwobene Satireblog "Stachelbrille" ging vor einiger Zeit vom Netz und hinterlässt schon jetzt eine Lücke, die man mit allen Sandsäcken der Flutkatastrophe in Ostdeutschland nicht füllen könnte.
Geführt wurde Stachelbrille von meinem guten Freund Chris M. aus Düsseldorf. Neben seiner Tätigkeit als Autor und Motivationsexperte ist er auch auf den Bereichen der Anglistik, der Politik und nicht zuletzt der Systemgastronomie äußerst beflissen. Doch sein Hobby war schon immer die Satire und dieser Hingabe frönte er mit seinem viel zu früh dahingeschiedenen Kind "Stachelbrille".
Das Projekt "Stachelbrille" nahm sich aktueller Geschehen aus den Nachrichten aber auch aus dem Alltag an und gab sie in einer bissig würzigen Mischung aus Satire, beißendem Zynismus und Ehrlichkeit wider - denn wer eine gestachelte Brille trägt, muss keine Hand vor den Mund nehmen.
So wälzte sich der Blog durch eine Unzahl verschiedener Aspekte des Lebens und ging ihren Hintergründen nach. Die Intention dabei war es zumeist, aufzuzeigen, wie wunderschön lächerlich unser Leben doch manchmal sein kann. Erst mit dieser Einsicht wurde es wieder möglich, das Leben als das zu betrachten, was es ist. So mancher Leser erkannte sich in den Artikeln selber und musste doch herzhaft über seine eigenen Luxussorgen lachen.
In selten mehr als drei übersichtlichen Nebensätzen zeigte die Stachelbrille dem Leser den Schmutz im eigenen Bart und war sich nicht zu schade, einen Cheeseburger ohne Käse als eine Art neues Nationalgericht anzupreisen. In dieser Hinsicht hatte die Stachelbrille eine extreme Weitsichtfunktion und war in ihrer Satire noch nicht ganz im Zeitgeist. Ganz im Gegenteil: was wir hier genießen konnten, war der Zynismus des 24. Jahrhunderts!
Ich wünsche mir sehr, dass die Welt schnell soweit kommt, diese Art des ehrlichen Humors wahrzunehmen und zu würdigen. Ebenso würde ich mich freuen, bald ein Wiedergeburt des künstlerischen Projektes Stachelbrille zu erfahren, aufdass es noch Hoffnung für die deutsche Satire gebe.
Meinem lieben Freund Chris M. wünsche ich alles Gute auf seinem Erfolgsweg und viel Glück!
Freitag, 14. Juni 2013
Dienstag, 12. März 2013
Das ist doch NSBM!
In meiner Zeit, die ich nun mit dem Genuss von Metal und insbesondere Black Metal verbringe, bin ich immer wieder auf Bands, Plattencover und Texte gestoßen, die zum Reflektieren anregen; zum Nachdenken, ob man diese Künstler reinen Gewissens unterstützen kann oder lieber einen Bogen darum macht.
Dieser Albumtitel war mir doch etwas befremdlich und bedurfte einiger Recherche. Die Tatsache, dass die Band IMMORTAL in keiner Weise den Holocaust verherrlicht oder gar leugnet, hat mich dann wieder beruhigt.
Im weiteren Nachforschen erfuhr ich die Essenz der Philosophie des moderneren Black Metal - eine insgesamt misanthropische und oft antichristliche, teilweise satanistische Grundhaltung. Diese Einstellung bedingt in vielen Fällen, dass sich Bands im Sinne ihres Hasses auf die Menschheit die Shoa als Exempel für die maschinelle Auslöschung möglichst vieler Menschen nehmen - der politische Aspekt des Faschismus oder Antisemitismus spielt dort ursprünglich noch keine Rolle!
An diesem Stilmittel bedienten sich viele Black Metal Bands der zweiten Phase. Vor Allem im skandinavischen Raum waren Vergleiche zwischen Holocaust und Homizid sehr beliebt. Unter Anderem die Bands MARDUK, MAYHEM, DARKTHRONE oder IMPALED NAZARENE benutzen es sehr gerne, obwohl keine dieser Formationen dem rechten Lager angehört und besonders die zuletzt Genannten sich sogar sehr offensichtlich von jedem faschistoiden Gedankengut distanzieren.
Leider versteht das nicht jeder!
Viele Black Metaller wurden durch die Darstellung der industriellen Menschenvernichtung in den Texten ihrer Bands beeinflusst und gleichzeitig fanden immer mehr rechtspolitische Flachschädel und Neofaschisten zum Black Metal, da sie dort einen neuen Nährboden ahnten. Sogar politische Größen und Funktionäre unterstützten diesen Wandel und Bands wie WEHRHAMMER, TOTENBURG oder NERVENGAS sprossen wie Schleimpilze aus dem Boden.
Im Zeichen der schwarzen Sonne entwickelte sich eine neue Black Metal Szene, die Deutschtum, Ariertum, Blut & Ehre, Neoheidentum, weiße Vorherrschaft oder einfach nur Neofaschismus und Rassismus hochhält. Die größten Sammelbecken für diesen Schwachsinn sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Osteuropa, Skandinavien und (welch Wunder) Deutschland.
Dadurch, dass heute Gruppierungen von hirnamputierten Neonazis NOKTURNAL MORTUM, Темнозорь, SIGRBLOT oder einfallsreiche Bandnamen wie S.S. 1488 und HAKENKREUZZUG durch die Landschaft irren, wird es für den Betrachter immer schwieriger, eine Band mit faschistisch anmutenden Stilmitteln oder tatsächlich politisch motivierter Dummheit voneinander zu unterscheiden.
Man fühlt sich hier ein bisschen an die Zeit der Nazipunks erinnert, wo man manche Bands auch erst nach dem dritten Mal durchhören einordnen konnte.
Das Problem, das sich dadurch heute auftut, ist die Stigmatisierung, die Bands wie IMMORTAL oder IMPALED NAZARENE für ihre frühen Werke von beiden Seiten erfahren. Rechtsextreme Hohlkörper feiern deren Musik, obwohl die Bands selber diese Fans nicht haben möchten und Antifaschisten verdammen die Künstler und ihre Musik als neofaschistisches Gedankengut.
Man könnte jetzt fragen, ob es nicht schlauer gewesen wäre, von vornherein von den provokante Texten und Aussagen abzusehen, weil man damit den ganzen Ärger hätte verhindern können - allerdings ist eine solche Überlegung a posteriori leider nicht mehr sehr effizient.
Persönlich ärgere ich mich sehr, immer wieder hervorragende Bands wir ANGEL CORPSE, ARGHOSLENT oder BLACK WITCHERY zu entdecken, die mich musikalisch höchst faszinieren und dann feststellen zu müssen, dass diese Künstler oft eine enge Bindung zur League of White Supremacy, zu den Hammerskins oder ähnlichen Organisationen haben.
Die Fragen bleiben ohne Antwort, aber stellen sollte man sie trotzdem: Kann man hier Musik und Politik trennen? Kann man begabte Musiker würdigen, deren Lebenseinstellung komplett mit der eigenen widerspricht - insbesondere wenn es um Faschismus geht?
Durch meine Hörgewohnheiten, denen im Black Metal neben "unpolitischem" BM wie DER WEG EINER FREIHEIT, IMPERIUM DEKADENZ oder MELECHESH ebenso angehören wie eine große Sparte des sogenannten RABM (Red and Anarchist Black Metal) und eben auch einige Bands wie LEICHENZUG, ARGHOSLENT und ANGEL CORPSE, müsste man mich wohl als Kryptofaschisten bezeichnen.
Ich hoffe, die meisten Menschen wissen, dass das nicht der Wahrheit entspricht!
Die Devise heißt weiterhin: LOVE MUSIC - HATE FASCISM!
Camaleonte
Mein Interesse für Black Metal und die dazugehörige "Philosophie" begann irgendwann im Jahr 2004, als ich das erste Mal die Band IMMORTAL hörte. Die Musik der Norweger hat mich sofort fasziniert - die kalte Atmosphäre gemischt mit schnellen Riffs, maschinengewehrartigen Blastbeats und kreischendem Gesang hat mich gepackt und gleichzeitig gab es hier schon etwas, was mich stutzig machte.
Dieser Albumtitel war mir doch etwas befremdlich und bedurfte einiger Recherche. Die Tatsache, dass die Band IMMORTAL in keiner Weise den Holocaust verherrlicht oder gar leugnet, hat mich dann wieder beruhigt.
Im weiteren Nachforschen erfuhr ich die Essenz der Philosophie des moderneren Black Metal - eine insgesamt misanthropische und oft antichristliche, teilweise satanistische Grundhaltung. Diese Einstellung bedingt in vielen Fällen, dass sich Bands im Sinne ihres Hasses auf die Menschheit die Shoa als Exempel für die maschinelle Auslöschung möglichst vieler Menschen nehmen - der politische Aspekt des Faschismus oder Antisemitismus spielt dort ursprünglich noch keine Rolle!
An diesem Stilmittel bedienten sich viele Black Metal Bands der zweiten Phase. Vor Allem im skandinavischen Raum waren Vergleiche zwischen Holocaust und Homizid sehr beliebt. Unter Anderem die Bands MARDUK, MAYHEM, DARKTHRONE oder IMPALED NAZARENE benutzen es sehr gerne, obwohl keine dieser Formationen dem rechten Lager angehört und besonders die zuletzt Genannten sich sogar sehr offensichtlich von jedem faschistoiden Gedankengut distanzieren.
Leider versteht das nicht jeder!
Viele Black Metaller wurden durch die Darstellung der industriellen Menschenvernichtung in den Texten ihrer Bands beeinflusst und gleichzeitig fanden immer mehr rechtspolitische Flachschädel und Neofaschisten zum Black Metal, da sie dort einen neuen Nährboden ahnten. Sogar politische Größen und Funktionäre unterstützten diesen Wandel und Bands wie WEHRHAMMER, TOTENBURG oder NERVENGAS sprossen wie Schleimpilze aus dem Boden.
Im Zeichen der schwarzen Sonne entwickelte sich eine neue Black Metal Szene, die Deutschtum, Ariertum, Blut & Ehre, Neoheidentum, weiße Vorherrschaft oder einfach nur Neofaschismus und Rassismus hochhält. Die größten Sammelbecken für diesen Schwachsinn sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Osteuropa, Skandinavien und (welch Wunder) Deutschland.
Dadurch, dass heute Gruppierungen von hirnamputierten Neonazis NOKTURNAL MORTUM, Темнозорь, SIGRBLOT oder einfallsreiche Bandnamen wie S.S. 1488 und HAKENKREUZZUG durch die Landschaft irren, wird es für den Betrachter immer schwieriger, eine Band mit faschistisch anmutenden Stilmitteln oder tatsächlich politisch motivierter Dummheit voneinander zu unterscheiden.
Man fühlt sich hier ein bisschen an die Zeit der Nazipunks erinnert, wo man manche Bands auch erst nach dem dritten Mal durchhören einordnen konnte.
Das Problem, das sich dadurch heute auftut, ist die Stigmatisierung, die Bands wie IMMORTAL oder IMPALED NAZARENE für ihre frühen Werke von beiden Seiten erfahren. Rechtsextreme Hohlkörper feiern deren Musik, obwohl die Bands selber diese Fans nicht haben möchten und Antifaschisten verdammen die Künstler und ihre Musik als neofaschistisches Gedankengut.
Man könnte jetzt fragen, ob es nicht schlauer gewesen wäre, von vornherein von den provokante Texten und Aussagen abzusehen, weil man damit den ganzen Ärger hätte verhindern können - allerdings ist eine solche Überlegung a posteriori leider nicht mehr sehr effizient.
Persönlich ärgere ich mich sehr, immer wieder hervorragende Bands wir ANGEL CORPSE, ARGHOSLENT oder BLACK WITCHERY zu entdecken, die mich musikalisch höchst faszinieren und dann feststellen zu müssen, dass diese Künstler oft eine enge Bindung zur League of White Supremacy, zu den Hammerskins oder ähnlichen Organisationen haben.
Die Fragen bleiben ohne Antwort, aber stellen sollte man sie trotzdem: Kann man hier Musik und Politik trennen? Kann man begabte Musiker würdigen, deren Lebenseinstellung komplett mit der eigenen widerspricht - insbesondere wenn es um Faschismus geht?
Durch meine Hörgewohnheiten, denen im Black Metal neben "unpolitischem" BM wie DER WEG EINER FREIHEIT, IMPERIUM DEKADENZ oder MELECHESH ebenso angehören wie eine große Sparte des sogenannten RABM (Red and Anarchist Black Metal) und eben auch einige Bands wie LEICHENZUG, ARGHOSLENT und ANGEL CORPSE, müsste man mich wohl als Kryptofaschisten bezeichnen.
Ich hoffe, die meisten Menschen wissen, dass das nicht der Wahrheit entspricht!
Die Devise heißt weiterhin: LOVE MUSIC - HATE FASCISM!
Camaleonte
Montag, 18. Februar 2013
Verstörendes
Heute ist mit wieder ein Beitrag eingefallen, den ich im Grundschulalter mal in den Nachrichten gesehen habe. Die Nachrichtensendung "RTL Aktuell" mit ihrem Superstar Michael Kloeppel hat es an diesem Tag geschafft, einen großen Teil meiner noch so jungen Kindheit irreversibel zu zerstören.
In dem Beitrag wurde von einem siebenjährigen Mädchen berichtet, dass auf einer Flugzeugtoilette die Spülung betätigt hat, als sie noch darauf saß.
Das ist wahnsinnig dumm! Ich meine, ganz im Ernst... wer macht so was und wie blöd muss man sein? Selbst wenn sie als junges Kind noch nicht zwingend wissen muss, dass Flugzeugtoiletten den Inhalt der Schüssel einfach einsaugen, sollten doch zumindest ihre Eltern ihr gesagt haben: "Kind, sei nicht dumm und steig von der Schüssel, bevor du spülst. Sonst zieht's dir den Hintern ins Klo!"
Oder sind die Eltern etwa auch so sackblöd gewesen, dass sie das nicht gewusst haben?!?
Und mal ganz davon abgesehen: Wer zur Hölle spült ab, während er oder sie noch auf der Kloschüssel sitzt? Das ist absolut sinnfrei und einfach nur bescheuert!
Damit wurde die Geschichte aber noch absurder. Das Kind steckte darauf natürlich erstmal fest und kam nicht wieder von der Toilette runter. Auch zwei Stewardessen haben es mit gemeinsamer Mannes... äh Frauenkraft nicht auf die Reihe gekriegt, die junge Dame vom Thron zu befreien.
Tatsächlich konnte sie aber letztendlich befreit werden, denn Ulrike von der Groeben berichtete zu unserer aller Erleichterung, dass der zufällig eintretende Absturz der Passagiermaschine das Vakuum nehmen konnte.
Was muss das für ein saucooler Tag im Leben einer Siebenjährigen sein? Erst saugt man sich per Knopfdruck den Poppes in eine Flugzeugtoilette, auf der wahrscheinlich schon fünf Paare zuvor eine schnelle Nummer über den Wolken geschoben haben und dann kommen auch noch zwei Stewardessen an, die einem die Scham kaum nehmen, während sie versuchen, das festgesaugte Hinterteil wieder herauszuziehen. Zu allem Glück, das man haben kann, schmiert dann auch noch die Maschine ab und legt eine ordentliche Bruchlandung auf die Piste.
Bis hierhin habe ich mich einfach nur gewundert, wie blöd, unglücklich und einfach ungeschickt man gleichzeitig sein kann und zu alledem auch noch das eigene Pech auf alle Mitpassagiere übertragen kann.
Und wie soll man sich das vorstellen? Wäre sie heute noch auf dem Klo festgesogen, wenn das Flugzeug regulär gelandet worden wäre? Oder hat sich der Pilot gedacht "Ich hab eine geniale Idee; ich setz die Kiste jetzt zu abrupt und so weit von der Landepiste auf den Boden, dass der Unterdruck aus dem Klo entweichen kann."?
Der Punkt, der einen Teil meines Glaubens an die Güte der Welt tötete, kommt aber erst zum Schluss. In der letzten Einstellung konnte man sehen, wie das Mädchen bäuchlings in einem OP Saal lag und ein Bilderbuch ansah. Währenddessen standen vier Ärzte um ihren entblößten Hintern herum, um ihre Blessuren zu behandeln. Dieses Bild hat mich sehr schockiert und ich glaube, ich werde nie wieder der einst so glückliche Mensch sein, der ich war, bevor RTL Aktuell mir diese Bilder zeigte.
Camaleonte
In dem Beitrag wurde von einem siebenjährigen Mädchen berichtet, dass auf einer Flugzeugtoilette die Spülung betätigt hat, als sie noch darauf saß.
Das ist wahnsinnig dumm! Ich meine, ganz im Ernst... wer macht so was und wie blöd muss man sein? Selbst wenn sie als junges Kind noch nicht zwingend wissen muss, dass Flugzeugtoiletten den Inhalt der Schüssel einfach einsaugen, sollten doch zumindest ihre Eltern ihr gesagt haben: "Kind, sei nicht dumm und steig von der Schüssel, bevor du spülst. Sonst zieht's dir den Hintern ins Klo!"
Oder sind die Eltern etwa auch so sackblöd gewesen, dass sie das nicht gewusst haben?!?
Und mal ganz davon abgesehen: Wer zur Hölle spült ab, während er oder sie noch auf der Kloschüssel sitzt? Das ist absolut sinnfrei und einfach nur bescheuert!
Damit wurde die Geschichte aber noch absurder. Das Kind steckte darauf natürlich erstmal fest und kam nicht wieder von der Toilette runter. Auch zwei Stewardessen haben es mit gemeinsamer Mannes... äh Frauenkraft nicht auf die Reihe gekriegt, die junge Dame vom Thron zu befreien.
Tatsächlich konnte sie aber letztendlich befreit werden, denn Ulrike von der Groeben berichtete zu unserer aller Erleichterung, dass der zufällig eintretende Absturz der Passagiermaschine das Vakuum nehmen konnte.
Was muss das für ein saucooler Tag im Leben einer Siebenjährigen sein? Erst saugt man sich per Knopfdruck den Poppes in eine Flugzeugtoilette, auf der wahrscheinlich schon fünf Paare zuvor eine schnelle Nummer über den Wolken geschoben haben und dann kommen auch noch zwei Stewardessen an, die einem die Scham kaum nehmen, während sie versuchen, das festgesaugte Hinterteil wieder herauszuziehen. Zu allem Glück, das man haben kann, schmiert dann auch noch die Maschine ab und legt eine ordentliche Bruchlandung auf die Piste.
Bis hierhin habe ich mich einfach nur gewundert, wie blöd, unglücklich und einfach ungeschickt man gleichzeitig sein kann und zu alledem auch noch das eigene Pech auf alle Mitpassagiere übertragen kann.
Und wie soll man sich das vorstellen? Wäre sie heute noch auf dem Klo festgesogen, wenn das Flugzeug regulär gelandet worden wäre? Oder hat sich der Pilot gedacht "Ich hab eine geniale Idee; ich setz die Kiste jetzt zu abrupt und so weit von der Landepiste auf den Boden, dass der Unterdruck aus dem Klo entweichen kann."?
Der Punkt, der einen Teil meines Glaubens an die Güte der Welt tötete, kommt aber erst zum Schluss. In der letzten Einstellung konnte man sehen, wie das Mädchen bäuchlings in einem OP Saal lag und ein Bilderbuch ansah. Währenddessen standen vier Ärzte um ihren entblößten Hintern herum, um ihre Blessuren zu behandeln. Dieses Bild hat mich sehr schockiert und ich glaube, ich werde nie wieder der einst so glückliche Mensch sein, der ich war, bevor RTL Aktuell mir diese Bilder zeigte.
Camaleonte
Montag, 28. Januar 2013
Kürzlich durchgelesen: Andreas Dörpinghaus/Ina Katharina Uphoff "Grundbegriffe der Pädagogik"
Das Buch geht bereits in seinem Einführungskapitel in die Vollen und bietet einen Überblick über alle darin vorkommenden Ereignisse - eine Idee, die zwar sehr interessant ist, allerdings die Spannung und den Handlungsstrang von vornherein schwächt.
Die späteren Kapitel haben leider nur teilweise einen roten Faden, schaffen es aber, den Leser zu fesseln; und das komplett ohne einen wirklich Spannungsbogen. Statt vertrackter Handlungen oder wirrer Zusammenhänge schreiben die Autoren eher deklarativ und nüchtern über Fakten, anstatt sie durch Metaphern und Bilder zu verschleiern. Der allgemeine Anspruch macht das Buch dennoch lesenswert.
Die eigentlich Hauptteile befinden sich an völlig unerwartet Punkten und geben das gewisse Aha-Erlebnis, das dieses Buch so interessant macht. Da kann man fast darüber hinweg sehen, dass das Ende keinen wirklichen Zusammenschluss der vorhergehenden Fakten oder eine richtige Auflösung bietet.
Bewertung: Ich hoffe, ich bestehe die Klausur morgen.
Camaleonte
Die späteren Kapitel haben leider nur teilweise einen roten Faden, schaffen es aber, den Leser zu fesseln; und das komplett ohne einen wirklich Spannungsbogen. Statt vertrackter Handlungen oder wirrer Zusammenhänge schreiben die Autoren eher deklarativ und nüchtern über Fakten, anstatt sie durch Metaphern und Bilder zu verschleiern. Der allgemeine Anspruch macht das Buch dennoch lesenswert.
Die eigentlich Hauptteile befinden sich an völlig unerwartet Punkten und geben das gewisse Aha-Erlebnis, das dieses Buch so interessant macht. Da kann man fast darüber hinweg sehen, dass das Ende keinen wirklichen Zusammenschluss der vorhergehenden Fakten oder eine richtige Auflösung bietet.
Bewertung: Ich hoffe, ich bestehe die Klausur morgen.
Camaleonte
Montag, 21. Januar 2013
Kürzlich durchgelesen: John Niven - The Second Coming
God's coming - Look Busy!
Im Himmel herrscht Hochbetrieb; der allmächtige Schöpfer kommt im Jahr 2011 aus seinem Angelurlaub zurück. Während er seinen Weg durch die Büroräume macht und die Arbeit, die sich in seiner Abwesenheit angestaut hat, betrachtet, sitzt sein eingeborener Sohn Jesus mit Jimi Hendrix im Proberaum und nimmt abwechselnd Joint und Gitarre in die Hand.
Leider hat sich die Situation auf der Welt in den letzten 300 Jahren sehr zum Schlechten gewandelt und neben Krieg, Hunger und Elend ist Gott vor Allem auf eine Sache sauer: institutionalisierte Glaubensgruppen propagieren Homophobie, Hass und Drogenverbote auf dem Planeten. In einer außergewöhnlichen Konferenz beschließt der allmächtige Vater zusammen mit seinen Propheten und seinem Sohn und unter dem Einfluss von einer Vielzahl bester Drogen, dass es nur eine Lösung für diese Menschheit gibt:
Jesus Christus muss ein zweites Mal auf die Erde entsandt werden und der Menschheit die einzige Regel des Lebens klarmachen: BE NICE!
Im Jahr 2011 kehrt der gut aussehende JC in dem Sündenpfuhl New York ein, wo er als junger Gitarrist mit seinem Bassisten Chris, dem Drummer Morgan und einer großen Truppe von Aussteigern eine bessere Welt starten möchte.
Allgemeine Probleme mit dem Gesetz, musikalische Eskapaden und wilde Parties sind nur der Grundstein für JCs neuen Beginn. Es folgt ein Road Trip und ein gewaltiger Medienauftritt vor den Bildschirmen der "One Nation Under God".
John Niven arbeitet mit sehr viel Witz und stellt den eingeborenen Sohn Gottes als das dar, was sich viele nie trauten, zu tun: einen jungen attraktiven Indiegitarristen, der das Leben so locker nimmt, dass sich jeder ein Beispiel daran nehmen sollte - kein Prophet oder Missionar, sondern ein Paradebeispiel sozialer Koexistenz.
Neben einer Menge Kritik an der Gesellschaft und vor Allem an der Einstellung vieler Kirchen ("actually... God LOVES fags.") wird Amerika und auch der Rest unserer westlichen Welt schön durch den Kakao gezogen und das Buch ist bis auf einige Längen im Mittelteil sehr unterhaltsam. Gerade in besagtem Mittelteil kam es mir aber zeitweise vor, als wären Niven die tatsächlichen Ideen ausgegangen und als müsste er sich an seinen Grundmotiven zum nächsten Höhepunkt hangeln.
Trotz aller Lustigkeit ein Buch, das ernsthaft zum Nachdenken anregen kann und dessen Showdown genauso unerwartet wie offenbarend ist.
Nicht nur für Blasphemiker und Theologiestudenten eine Empfehlung - BE NICE!
Schulnote: 2-
Im Himmel herrscht Hochbetrieb; der allmächtige Schöpfer kommt im Jahr 2011 aus seinem Angelurlaub zurück. Während er seinen Weg durch die Büroräume macht und die Arbeit, die sich in seiner Abwesenheit angestaut hat, betrachtet, sitzt sein eingeborener Sohn Jesus mit Jimi Hendrix im Proberaum und nimmt abwechselnd Joint und Gitarre in die Hand.
Leider hat sich die Situation auf der Welt in den letzten 300 Jahren sehr zum Schlechten gewandelt und neben Krieg, Hunger und Elend ist Gott vor Allem auf eine Sache sauer: institutionalisierte Glaubensgruppen propagieren Homophobie, Hass und Drogenverbote auf dem Planeten. In einer außergewöhnlichen Konferenz beschließt der allmächtige Vater zusammen mit seinen Propheten und seinem Sohn und unter dem Einfluss von einer Vielzahl bester Drogen, dass es nur eine Lösung für diese Menschheit gibt:
Jesus Christus muss ein zweites Mal auf die Erde entsandt werden und der Menschheit die einzige Regel des Lebens klarmachen: BE NICE!
Im Jahr 2011 kehrt der gut aussehende JC in dem Sündenpfuhl New York ein, wo er als junger Gitarrist mit seinem Bassisten Chris, dem Drummer Morgan und einer großen Truppe von Aussteigern eine bessere Welt starten möchte.
Allgemeine Probleme mit dem Gesetz, musikalische Eskapaden und wilde Parties sind nur der Grundstein für JCs neuen Beginn. Es folgt ein Road Trip und ein gewaltiger Medienauftritt vor den Bildschirmen der "One Nation Under God".
John Niven arbeitet mit sehr viel Witz und stellt den eingeborenen Sohn Gottes als das dar, was sich viele nie trauten, zu tun: einen jungen attraktiven Indiegitarristen, der das Leben so locker nimmt, dass sich jeder ein Beispiel daran nehmen sollte - kein Prophet oder Missionar, sondern ein Paradebeispiel sozialer Koexistenz.
Neben einer Menge Kritik an der Gesellschaft und vor Allem an der Einstellung vieler Kirchen ("actually... God LOVES fags.") wird Amerika und auch der Rest unserer westlichen Welt schön durch den Kakao gezogen und das Buch ist bis auf einige Längen im Mittelteil sehr unterhaltsam. Gerade in besagtem Mittelteil kam es mir aber zeitweise vor, als wären Niven die tatsächlichen Ideen ausgegangen und als müsste er sich an seinen Grundmotiven zum nächsten Höhepunkt hangeln.
Trotz aller Lustigkeit ein Buch, das ernsthaft zum Nachdenken anregen kann und dessen Showdown genauso unerwartet wie offenbarend ist.
Nicht nur für Blasphemiker und Theologiestudenten eine Empfehlung - BE NICE!
Schulnote: 2-
Montag, 14. Januar 2013
Failure
Ich habe das Experiment wegen Versagen abgebrochen.
Vielleicht hole ich es zu einem späteren Zeitpunkt nach, vielleicht aber auch nicht. Es ist schwierig, etwas durchzusetzen, hinter dem man nicht steht.
In Zukunft werden hier ab und zu ein paar Erfahrungsberichte auftauchen, aber es wird keine regelmäßige Benutzung mehr geben.
Camaleonte
Vielleicht hole ich es zu einem späteren Zeitpunkt nach, vielleicht aber auch nicht. Es ist schwierig, etwas durchzusetzen, hinter dem man nicht steht.
In Zukunft werden hier ab und zu ein paar Erfahrungsberichte auftauchen, aber es wird keine regelmäßige Benutzung mehr geben.
Camaleonte
Donnerstag, 10. Januar 2013
Tag 10
Einen langweiligen Tag und eine durchgelernte Nacht später. Mein Fachwissen ist schneller gewachsen als meine Augenringe - eine beachtliche Leistung! Hier ein Bild von mir.
In einer Nachtschicht, die so langweilig ist, dass man ohne Raucherpause und großes Beschweren 10 Lektionen Differentielle Psychologie lernt, können auch interessante Dinge passieren.
Wie der Wiener Physik Doktorand, der mir ohne größere Gründe ein Risotto gekocht hat und mich über die deutsche Innenpolitik ausgefragt hat.
Oder der Ägypter, der 20 Minuten lang an die Tür geklopft hat, bis ich gemerkt habe, dass das Geräusch NICHT aus der Musikanlage kommt. Ich muss zugeben, dafür hat er echt gelassen reagiert.
Mein Lernfortschritt war gewaltig, vor Allem nach der zweiten Flasche Wasser - der sXe Energy Drink. Ich war so motiviert, dass ich fast eine Übermotivation verspürte. Leider hat mein lieber Bekannter C. Modorok, von welchem dieser Terminus stammt, jeden Kontakt zu mir abgebrochen, sonst würde er sich jetzt sicher freuen.
Ich verweise hier trotzdem auf seinen Blog, da ich ja kein Unmensch bin und ihm jeden Erfolg gönne.
Meine Lerneinheiten handelten größtenteils von Intelligenz, einem Thema, das mir scheinbar fremdgeblieben ist, denn ich habe mich bei dem Wort "Intelligenz" laufend verschrieben.
Dem Ganzen habe ich noch die Krone aufgesetzt, als ich heute morgen die Kaffeemaschine zum Überlaufen brachte - die Straight Edge Phase bekommt mir nicht.
Dafür hatte ich einen schönen Tag an der Uni und habe viele hässliche Menschen gesehen und einen Haufen Idioten dabei beobachtet, wie sie die Präsentation auf der Leinwand Folie für Folie mit ihren Smartphones abfotografieren.
Ich hasse euch!
Zum Abschluss rufe ich den Tag der Wahrheit aus und beginne mit mir selber:
Ich finde es lustig, wenn dicke Menschen hinfallen.
Camaleonte
In einer Nachtschicht, die so langweilig ist, dass man ohne Raucherpause und großes Beschweren 10 Lektionen Differentielle Psychologie lernt, können auch interessante Dinge passieren.
Wie der Wiener Physik Doktorand, der mir ohne größere Gründe ein Risotto gekocht hat und mich über die deutsche Innenpolitik ausgefragt hat.
Oder der Ägypter, der 20 Minuten lang an die Tür geklopft hat, bis ich gemerkt habe, dass das Geräusch NICHT aus der Musikanlage kommt. Ich muss zugeben, dafür hat er echt gelassen reagiert.
Mein Lernfortschritt war gewaltig, vor Allem nach der zweiten Flasche Wasser - der sXe Energy Drink. Ich war so motiviert, dass ich fast eine Übermotivation verspürte. Leider hat mein lieber Bekannter C. Modorok, von welchem dieser Terminus stammt, jeden Kontakt zu mir abgebrochen, sonst würde er sich jetzt sicher freuen.
Ich verweise hier trotzdem auf seinen Blog, da ich ja kein Unmensch bin und ihm jeden Erfolg gönne.
Meine Lerneinheiten handelten größtenteils von Intelligenz, einem Thema, das mir scheinbar fremdgeblieben ist, denn ich habe mich bei dem Wort "Intelligenz" laufend verschrieben.
Dafür hatte ich einen schönen Tag an der Uni und habe viele hässliche Menschen gesehen und einen Haufen Idioten dabei beobachtet, wie sie die Präsentation auf der Leinwand Folie für Folie mit ihren Smartphones abfotografieren.
Ich hasse euch!
Zum Abschluss rufe ich den Tag der Wahrheit aus und beginne mit mir selber:
Ich finde es lustig, wenn dicke Menschen hinfallen.
Camaleonte
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